Sonntag, 27. Mai 2012

Prominentenmund

"Wenn man sich nicht mehr erinnern kann, dann lebt man nicht mehr richtig!" Klaus Maria Brandauer

"Sachlich gesehen gibt es keinen Grund für ein Baby. Aber wenn einmal die Mamahormone einschießen, möchte man nie wieder kinderlos sein." Sonya Kraus

Zwei Aussagen, die ich heute in einer Zeitschrift auf aufeinanderfolgenden Seiten gelesen habe.

Selbstverständlich hat mich die Aussage von Herrn Brandauer sofort auf die Barrikaden gerufen.
Ich finde es äußerst verhängnisvoll und abwertend, wenn man einem Menschen, dessen geistige Kraft nicht voll funktionsfähig ist, das Leben abspricht. Für mich ist das grundsätzlich faschistoides Gedankengut. Es wird ein Wertmaßstab angelegt, welches Leben lebenswert ist ...

Man erinnert auch im Bauch. Und dort wesentlich nachhaltiger und wichtiger als sonst wo. Gefühle zu erinnern, Gefühle zu erfahren gehört zum Menschlichsten überhaupt. Dafür braucht es keine gedankliche Leistung.
Und es wundert mich dann natürlich nicht, dass Herr Brandauer Angst vor dem Gedächtnisverlust hat. Wenn er seiner emotionalen Grundlage nicht vertraut, die Wissensqualität über die emotionale Qualität seines Lebens stellt.

Ich habe in der Einleitung zu meinem Buch geschrieben, dass ich bei der Arbeit an diesem Buch die Angst vor der Demenz verloren habe.
Ich weißt gar nicht genau, wieso das so ist, aber wenn ich das lese, denke ich, dass es daran liegt, dass ich mich Krankheiten, und damit auch der Demenz, emotional zuwende. Sie nicht rational be- oder abhandle. Und natürlich auch nicht die Kranken.

Und hier komme ich zum zweiten Zitat, das ja auf den ersten Blick so gar nix mit dem ersten zu tun zu haben scheint.
Aber Frau Kraus hat es wunderbar ausgedrückt. Wenn wir das Leben nach sachlichen Kriterien einstufen, bleibt uns viel emotionale Qualität verschlossen.
Und bevor wir nicht selber in der Lage sind, unser Leben mit Gedächtnisverlust zu erfahren, sollten wir uns keine Wertung anmaßen.

 

Donnerstag, 24. Mai 2012

Und noch ein Danke!

Auch bei icaniwill möchte ich mich herzlichst bedanken!

icaniwill

 


Samstag, 5. Mai 2012

Ich bedanke mich

bei der Redaktion des Alzheimer BLOGs
die mich als Mitautorin aufgenommen hat.

 

Montag, 30. April 2012

Links!

Ich freue mich so sehr über Veröffentlichungen, bzw. Verlinkung

im Demenz-Ratgeber.de

und auf ALLEN relevanten Seiten bei bestHELP

  • soziales.at
  • selbsthilfe.at
  • berater/innen.at
  • beratungsstellen.at


  • Es erscheint mir so wichtig, dass dieses Projekt propagiert wird, um damit eine breitere Sensibilisierung für diese Menschen zu erreichen.
    Selbstverständlich ist die Belastung der Angehörigen sehr groß, aber dass sich zum Thema Demenz nur Bücher finden, die sich mit der Verarbeitung durch die Angehörigen beschäftigen, finde ich dennoch ein wenig zu einseitig.

    Ein großes Danke geht an meine Linkpartner!
     

    Mittwoch, 18. April 2012

    Sonntag, 8. April 2012

    Donnerstag, 5. April 2012

    Und jetzt das Buch!

    Es wird ein Buch geben! Für dieses, mein Herzensprojekt!
    Illustriert mit den Bildern aus meinem Acryl-Zyklus "Griselinas - Dementia"
    Meine Freude ist riesengroß!

    Veröffentlichung 25. April 2012

    in der umarmung des vergessens

    Nähere Infos unter In der Umarmung des Vergessens

    Klappentext:

    Dementielles.
    Ein Wort. Ein Begriff, mit dem nicht jeder etwas anfangen kann.
    Ein Untertitel für eine Sammlung, die es bisher in dieser Art noch nicht gab.

    Es geht um Demenz. Das liegt wohl auf der Hand.
    Evelyne Weissenbach beschäftigt sich auf verschiedene Art und Weise mit dieser Thematik.
    Einerseits in kleinen Geschichten über Begegnungen mit demenzkranken Menschen.
    Andererseits in nachdenklichen Texten mit Validationshintergrund.
    In den Schreibpausen - Versuche, ihre Gefühle mit dem Pinsel auszudrücken.

    Doch dann kommt das bisher Einzigartige dazu.
    Auf der Suche nach Texten, die sie bei einer Lesung in einem Pflegeheim verwenden könnte, musste die Autorin feststellen, dass es für diese Menschengruppe keine literarischen Texte gab.
    Darin sah sie eine große Herausforderung und eine schöne Aufgabe.
    Und sie schrieb
    Gedichte und Kurzprosa FÜR Demente.
    Um jenen Menschen kleine Erinnerungen zu bescheren, die in der Umarmung des Vergessens leben.

    Dementielles.
    Ein Wort. Ein Begriff, der Berührendes beinhaltet.